Sonntag, 3. Juli 2016

Java auf dem Desktop 13 - Datenträgergeschwindigkeit messen mit jDiskMark

Bei jDiskmark handelt es sich um ein kleines, nützliches Javaprogramm, mit dem sich einfach und komfortabel die Lese- und Schreibgeschwindigkeit von Festplatten und Speicherkarten ermitteln lässt. Da es sich um ein Java-Tool handelt, passt es außerdem gut in meine "Java auf dem Desktop"-Reihe.



Das Programm lässt sich nach dem Entpacken von der Kommandozeile aus mit dem Befehl "java -jar jDiskMark.jar" starten. Ein Start-Script liegt nicht dabei, dafür ein Windows-Programm, mit dem sich der Festplattencache leeren lässt.

Das mit den Festplattencache ist natürlich so eine Sache, der Cache auf der Festplatte selbst wird sich nicht einfach leeren lassen. Für einen ungefähren Überblick reicht es aber die Datenmenge für die Messung entsprechend groß auszulegen. Anstelle der vorgegebenen 40 Megabyte sind, je nach Datenträgerkapazität, 512 Megabyte oder mehr angemessen, um nicht nur einen Blick auf das Optimum zu werfen. Das Programm fordert vor dem Lese-Test dazu auf, die Caches zu leeren.

Weil das mitgebrachte Windows-Programm zum Cache entleeren unter Linux wenig taugt, lässt sich mit den folgenden beiden Zeilen leicht Ersatz schaffen (Stackoverflow).
sudo echo 3 | sudo tee /proc/sys/vm/drop_caches
sudo blockdev --flushbufs /dev/sda

Letztlich ist jDiskmark ein einfachst gehaltenes Open-Source-Tool, das sich einsetzen lässt, um mal eben schnell die ungefähre Arbeitsgeschwindigkeit einer Festplatte festzumachen. Schnickschnack sucht man allerdings vergebens und wenigstens unter Windows ist man mit Tools wie CrystalDiskMark wohl auch besseres gewohnt. Andersrum gefällt mir die Graphendarstellung gut, weil man den gesamten Messzeitraum im Blick hat und nicht nur eine wie auch immer interpretierbare Zahl, die am Ende herauspurzelt. Das kann zum Beispiel dabei helfen Geschwindigkeitseinbrüche auszumachen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen